Die Buchrezension: All die Liebenden der Nacht von Mieko Kawakami

All die Liebenden der Nacht von Mieko Kawakami ist in meiner Reihenfolge eine meiner Lieblingsgeschichten. Es gibt so stürmische Emotionen in diesem Roman, dass ich sie am Ende kein bisschen übertragen konnte.
Gleichzeitig verstehe ich die schlechten Rezensionen, weil die Geschichte am Anfang sehr langsam ist. Es ist diese Art von Büchern, die Menschen in einen meditativen Zustand versetzen, aber dann brechen sie einem das Herz bis zum Ende. Falls Sie spannendere Bücher suchen, ist es besser, etwas anderes zu lesen. Es ist wie ein Wind im kalten Winter: Am Anfang zitterst du, aber am Ende rennst du vor dem Sturm.
Kurz zum Buch “All die Liebenden der Nacht“
Die Geschichte handelt von einer Frau, die als Korrektorin arbeitet. Sie ist immer allein, ab und zu trifft sie sich mit einer Freundin, jedoch passiert in ihrem Leben nicht viel. Nur langsames, trauriges Nichts. Obwohl es so ist, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Für mich war es die Magie der Worte. Es ist sehr poetisch, aber gleichzeitig sehr interessant.
Und wie immer bei japanischen Büchern – durch die tiefste Dunkelheit kannst du immer Licht finden. Es ist nicht so einfach für mich, All die Liebenden der Nacht von Mieko Kawakami zu beschreiben, weil das Buch für mich eine Wunde ist. Aber durch diese Wunde kann man eine neue Hoffnung finden, um einen neuen Weg zu erschaffen.
Wenn ich das Buch gelesen habe, stellte ich mir immer Fragen:
Warum ist sie so allein?
Was ist mit ihr passiert?
Ist das der Weg?
Ist es der richtige Weg – in Vergessenheit und Süchtigkeit die Antworten zu suchen?
Wie ist der richtige Weg zu einem glücklichen Leben?
Was hat mir in „All die Liebenden der Nacht“ besonders gefallen?
Ich habe mir viele Fragen gestellt, als ich den Roman gelesen habe. Die Leser reisen mit der Hauptfigur durch ihr Trauma und ihren Schmerz, aber wir sind nicht allein. Unser Leben unterscheidet sich zweifellos in der Gesellschaft. Aber tief in unserer Seele sind wir immer gleich – ein Kind, das Liebe und Verständnis braucht.
Zusätzlich
Literarischer Stil: sehr poetisch
Einfach oder schwer zu lesen: nicht so einfach, aber fesselnd
Die Geschichte: interessant, spannend, perfekt für eine philosophische und emotionale Stimmung
Fazit
Würde ich das Buch empfehlen? Ja, auf jeden Fall. Die Geschichte lohnt sich zu lesen. Ich liebe japanische Bücher, die eine so tiefgehende Bedeutung haben.


